Holz ist ein wunderschöner und vielseitiger Baustoff, aber im Brandfall auch der gefährlichste Brandträger. Holzbalkone, Terrassendecks und Dachstühle bedürfen eines präventivos Schutzes, um die Ausbreitung von Flammen bei Waldbränden zu verhindern.
Den richtigen Holzschutz wählen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Holz feuerhemmend auszurüsten:
- Brandschutzlacke: Bilden eine deckende oder transparente Lackschicht. Sie sind langlebig, verändern jedoch oft die natürliche Textur des Holzes und erfordern eine aufwendige Vorbereitung.
- Imprägnierungen: Dringen in die Poren des Holzes ein. Sie waschen sich im Außenbereich jedoch oft leicht aus.
- Sallus Brandschutzgel: Ein innovativer Hybrid. Es trocknet transparent, erhält das natürliche Erscheinungsbild des Holzes und haftet dank seiner Gel-Struktur hervorragend auf allen porösen Holzarten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Anwendung
1. Vorbereitung der Oberfläche
Das Holz muss trocken, sauber und frei von Staub, Fett oder abblätternden Altanstrichen sein. Schleifen Sie die Oberfläche bei Bedarf leicht an, um die Saugfähigkeit des Holzes zu verbessern.
2. Das Auftragen
Tragen Sie Sallus Retardant mit einem Pinsel, einer Rolle oder einem handelsüblichen Drucksprühgerät auf. Das Produkt ist gebrauchsfertig und muss nicht verdünnt werden. Achten Sie auf einen gleichmäßigen, deckenden Auftrag. Richtwert: 1 Liter reicht für ca. 4 m² Holzfläche.
3. Trocknungsphase
Das Gel trocknet je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit in 15 bis 30 Minuten transparent. Die volle Schutzwirkung ist ab dem Moment des Auftragens aktiv.
4. Nachpflege
Auf regengeschützten Innenflächen hält die Schutzwirkung über Jahre. Im bewitterten Außenbereich sollte der Schutz alle 4 Wochen oder nach sehr starken Regenfällen erneuert werden.
Fazit
Vorbeugender Holzschutz mit thermo-responsiven Brandschutzgelen ist eine einfache, kostengünstige und umweltfreundliche Maßnahme, um die Widerstandsfähigkeit Ihres Hauses im Brandfall signifikant zu erhöhen.
Artikel geprüft von Henrique Bastos, CTO von Hephaesnus und PhD in Chemieingenieurwesen.



